Tipps für die Renovierung

Die Planungsphase

Bleibt man bei „alten“ Werten, so hat der Mann von Gestern DREI Lebensaufgaben: Nachwuchs, Baum und Wohnungseigentum! Die Zeiten haben sich (gottseidank) geändert; bevor wir uns in eine illustre Diskussion über Rollenmodelle verstricken, kürzen wir ab. Der Erwerb von eigenem Wohnraum oder der Erhalt desselbigen, ist und bleibt fester Bestandteil des Erwachsenwerdens bzw. des Erwachsenseins!

Es gibt nicht viele Aufgaben, die so komplex, nervenzehrend und überfordernd sein können, wie die Planung, Finanzierung und Durchführung einer Renovierung. Ob das Objekt der späteren Begierde ein Zimmer, eine Terrasse, ein Wohnungsteil oder ein komplettes Haus ist, der Aufwand und die Arbeit in jeder Projektphase sind sich sehr, sehr ähnlich. Wie so oft im Leben gibt es für diese „RIESENPROJEKTE“ kein Patent-Rezept. Mit ein wenig Überlegung, den richtigen Fragen im Gepäck und dem ein oder anderen Ratschlag, lässt es sich aber gut an Geld, Ärger und grauen Haaren sparen.

Es wurden vor uns schon viele Projekte realisiert und viele Häuser gebaut. Wieviele graue Haare aber diese Bauten und Umbauten verursacht haben, bleibt ungesagt. Wenn wir nur einen Bruchteil Ihrer Fragen beantworten und einen Kleinstteil Ihrer potentiellen Fehler vermeiden können, wir wären glücklich!

Auf geht´s zu unseren Tipps für die Renovierung „die richtige Planung“

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Teil Eins einer Renovierung – „es geht an die Planung

In Sachen „Erfolg ist planbar“ hat der Volksmund eine ganze Litanei an schlauen Sprüchen und geflügelten Worten parat. Bevor wir unser Renovierungs-Budget im Phrasenschein anlegen: hier einige Tipps, Erfahrungswerte und Expertenmeinungen zu kleinen, großen, schmerzhaften und teuren Irrwegen, die man in der Planungsphase einer Renovierung machen kann.

Hard Facts einer Renovierung – die Zahlen, das Budget, die Laufzeit
Am Anfang stehen die Zahlen! Werden Sie sich mit allen Beteiligten über das Budget einig. Hierbei ist absolute Ehrlichkeit und das Verbot von „Augenwischerei“ der für uns richtige Weg. Zu gerne spekuliert man auf noch bessere Zinsen, auf günstige Kredite über obskure Anbieter oder Ähnliches. Die Betriebswirtschaft lehrt hier in einfachen Worten: „Je größer der Positiveffekt (z.B. erzielter Zinssatz) einer Investition, umso höher ist das zu erwartende Risiko.“ In einfachen Worten ausgedrückt: „Klingt ein Plan zu schön, um wahr zu sein, so ist er es auch.“

Wenn es an die Budget-Planung geht, bleiben Sie ehrlich zu sich selbst und setzen Sie sich Stop-Punkte. Kalkulieren Sie nicht auf Ultimo und bedenken Sie, dass selbst die perfekte Budget-Planung am Ende des Projekts nicht alle auftretenden Kosten abbilden kann.

Fehlplanung, Umplanung, Rückplanung – diese „kleinen, glücklichen Überraschungen“ einer Renovierung können das Budget schon mal um 30% in die Höhe treiben. Wer sich anfangs offen und schonungslos seiner Schmerzgrenze bewusst ist, kann bei etwaigen Fehlern sinnvoller wirtschaften und valide Entscheidungen treffen.

Ähnlich verhält es sich mit dem geplanten Abschluss der Renovierung. Vertrauen Sie uns: „kein Plan ist perfekt“. Unkenrufend könne man an einen gewissen Flughafen in einer gewissen Stadt mit B am Namensanfang verweisen; doch bleiben wir ernst: Ein Umbau oder eine Renovierung verschlingt nicht nur Kapital, sondern auch Zeit. Die Gründe hierfür sind unterschiedlichst, ob fehlerhafte Lieferungen, fehlende Bauarbeiter oder eine Insolvenz des Dienstleisters Grund für die Verspätungen sind, das harte Ende bleibt gleich.

Wenn es darum geht, etwaige Mietwohnungen zu kündigen oder Umzüge zu koordinieren, bleiben Sie möglichst flexibel und vermeiden Sie „es-muss-zu-diesem-Zeitpunkt-fertig-sein- sonst-stehen-wir-auf-der-Straße“-Momente.


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Das perfekte Team – Wer macht welche Aufgabe bei der Renovierung

Wie finde ich einen guten Handwerker? So banal es klingen mag, fragen Sie in Ihrem Freundeskreis. Glauben Sie uns, ein Häuslebauer hat seine Erfahrung, und einen „schlechten“ Firmennamen kann ein gestresster Planfuchs auch um 5 Uhr morgens aus dem Gedächtnis rezitieren. Durch die gute, alte Mund-zu-Mund-Propaganda erlangt man den ein oder anderen guten, günstigen und gewissenhaften Profi für gewisse Stunden (und Handgriffe)!
In Sachen Online gibt es die verschiedensten Plattformen, auf denen Handwerker auch für kleine Aufgaben gebucht werden können www.myhammer.de ist hierbei nur ein Beispiel, wie man ans passende Gewerk kommen kann.

In Sachen Planung und Vorarbeit hat sich eine „Bauleitung“ als sicherster Weg zum Erfolg herauskristallisiert. Bei einem Neubau übernimmt diese Aufgabe meist der Architekt des Projekts und stimmt hier beispielsweise Termine und Abläufe der unterschiedlichen Gewerke aufeinander ab. Durch gute Vorplanung lässt sich in Sachen Projektlaufzeit nicht selten mehr als ein Drittel der Zeit einsparen!

Auch in Sachen Preisabsprache und Budget-Planung kann ein alter Baustellen-Haudegen das ein oder andere Wunder wirken. Unterm Strich kauft man sich nicht nur die Dienstleistung des „Poliers“, man hat auch Zugriff auf die guten Kontakte und die „Baustellenerfahrung“.
Aus Projektsicht ist ein erfahrener „Capo“ ein absolute Bereicherung für größere Umbauprojekte!

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Schon Mark Twain (ist es nicht erstaunlich, dass es für jeden Sachverhalt ein Marc-Twain-Zitat gibt?) wusste es! „Gäbe es die letzte Minute nicht, so würde niemals etwas fertig.“
Ohne Abschnittsplanung und Arbeitssegmente wird selbst eine „kleine“ Renovierung schnell zum vollkommenem Organisationschaos. Planen Sie in kleinen Etappen und hängen Sie diese wie eine Perlenschnur vor Ihr Projekt!

Verfassen Sie auf diese Art und Weise eine sinnbildliche Reise zum Wunschziel.
Dieses Etappendenken hat den Vorteil, dass Sie schon im Vorhinein erkennen, wo könnten etwaige Verspätungen entstehen oder welche Arbeiten sind wirklich voneinander abhängig.

Natürlich kann man mutig in die Zukunft planen und sich einen gewissen Streßpegel zur Motivation bereitlegen. Wer glaubt, eine Renovierung bis auf den letzten Punkt vorausplanen zu können, sollte sich warm anziehen. Eine Verzögerung von rund einem Drittel ist leider ein absoluter „Normalwert“.

Versuchen Sie durch Etappen gewisse Verzögerungen abzufangen und arbeiten Sie kreativ und flexibel an „anderen Baustellen“ weiter!

Stetig planen aber agil arbeiten – flexibel Renovieren

Auch wenn es abstrus klingt (wir näherten uns der Wichtigkeit der akkuraten Planung ja aus unterschiedlichsten Blickrichtungen), aber manches sollten wir einfach passieren lassen.
Eine Baustelle braucht eine gehörige Portion Kreativität, Sekunden-Lösungen und eben auch die gute, alte Improvisation.
Mancher lang gehegte Bauplan ist in der Realität einfach nicht machbar, gewisse Details lassen sich in dieser Form nicht lösen, die Liste an möglichen Gründen ist lange, ausgiebig und leider ziemlich gemein für jeden Planfuchs.

Egal, ob Sie ihr Projekt in „asketischer Eigenarbeit“ oder „ohne Selbstbeteiligung“ realisieren bzw. realisieren lassen. Wer stets vor Ort ist, hat in Sachen Entscheidung immer das letzte Wort. Manchmal müssen gewisse Fragen sehr „agil“ geklärt werden – wer dann nur via Fernsprecher zu erreichen ist, hat oft das Nachsehen. Böse Zungen behaupten sogar, dass Baustellen, auf denen der Chef des Öfteren zu sehen ist, ein hochgradiges Plus in Sachen Effizienz und Fertigungsgenauigkeit besitzen.

Stichwort „agil“. Es hat sich erwiesen, dass kurzfristigere Planungseinheiten in Sachen Umsetzung ein sinnvoller Weg sind. Egal, ob es hierbei um die Vernetzung der verschiedenen Gewerke geht oder die Abwicklung aufeinanderfolgender Arbeitsabschnitte. Wer nicht im 8-monatigen Vorbereitungswahnsinn renoviert, erspart sich die erfahrungsgemäß notorisch schlechtgelaunte Handwerker und das ein oder andere graue Haar. In Sachen Planung von Gewerken hat sich eine ungefähre Terminfixierung mit den Dienstleistern und ein „Abruf-Anruf“ mit 10-14 Tagen Vorlauf als sinnvoller erwiesen!

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